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Die junge Frau Clara will ihrem todkranken Vater eine Videobotschaft zum seinem 60. Geburtstag schicken, der sein letzter sein könnte. Die Schauspielerin kann nicht bei ihm sein, weil sie gerade mitten in den Dreharbeiten zu ihrem ersten großen Film steckt. Sie hat sich also frisch geschminkt, ein festliches Kleid angezogen, Kuchen und Blumen gekauft und vor ihrer kleinen Kamera aufgestellt. Doch keine ihre Botschaften will ihr gelingen. Entweder ist der Ton zu oberflächlich und unecht oder zu tiefschürfend und kritisch. Immer wieder bricht sie ab.
Dabei böte ihr gerade ihre jetzige Filmarbeit viel Gesprächsstoff mit ihrem Vater. Sie spielt eine Frau, die wie Claras Vater ihren Vater ebenfalls im 2. Weltkrieg auf dem Russlandfeldzug verlor und jetzt auf Spurensuche in die Vergangenheit ist. Wie sich die Aufarbeitung Claras eigener Beziehung zum Vater mit ihrem Filmprojekt in Russland mischt und dabei ein Stück deutsche Geschichte lebendig werden lässt, entwickelt der Monolog der Autorin Polle Wilbert auf höchst interessante Weise. Unter der zurückhaltenden Regie von Oliver Bierschenks versteht es Melek Diehl der Figur der Clara in jedem Moment Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Birgit Schmalmack vom 10.7.07
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